Mittwoch, 22. Juni 2011

Gebetsaktion für den Papst

Auf diese Initiative aus der Blogozöse mache ich gern aufmerksam:


Unter dem angegebenen Link kann man sich auch eintragen, um sich zu beteiligen. Eine schöne Aktion der Solidarität und Gemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche. Danke Elsa.

Bereit für die Wüste?

Ich gebe zu, dass ich verliebt bin - in die Wüste und insbesondere bin ich dankbar für die Erfahrungen dieser Exerzitien. In einem Jahr ist es wieder so weit. Und wahrscheinlich bin ich wieder mit dabei.

Montag, 13. Juni 2011

Der Neue

So, nun ist es amtlich. Alojs Andritzki ist nun selig. Leider konnte ich der Entfernung wegen nicht live dabei sein, aber über Radio konnte ich dann doch das Wichtigste verfolgen.

Da ich heute viel zu tun habe, will ich nur schnell einen Link auf die Predigt von Bischof Joachim Reinelt setzen. Den Abschnitt, der mich spontan am meisten angesprochen hat, will ich hier wieder geben:
Heilige sind Menschen der Freiheit. Sie sind befreit von der Sucht nach Macht und Reichtum. Sie sind gelöst von der ständigen Gier nach Akzeptanz. Diese Freiheit von sich selbst macht Platz für den Nächsten. Sie lachen mit den Lachenden und weinen mit den Weinenden. Die eigenen Probleme bekommen den letzten Platz. Dieses befreite Menschsein lässt eine Freude zu, die uns in Zukunft immer wieder an das besondere Charisma unseres jungen Märtyrers erinnern wird. „Die Freude an Gott ist unsere Stärke“  (vgl. Neh 8,10).

Heilige glühen für die Wahrheit. Es darf doch nicht genügen, dass in irgendeinem Satz so grade noch ein Fünkchen Wahrheit  drin ist. Halbe Wahrheiten sind meist die gefährlicheren Lügen. Wahrheit duldet keine Abstriche. Zumal die grundlegenden Wahrheiten nicht von uns erfunden, sondern von Gott vorgegeben sind. Gegeben von dem Einzigen, der sagen darf: „Ich bin die Wahrheit“. Um der Wahrheit willen, die die Feinde der Kirche nicht ertrugen, kam der selige Alojs in Haft und schrieb von dort: „…mir ist Gelegenheit geboten, diesen Weg der Heiligkeit zu gehen. Ich will ihn gehen so froh und freudig, als es mir nur möglich ist, denn es gilt ja, mit Gott eins zu werden.“   So verwirklichte sich in ihm das Gebet Jesu: „Heilige sie in der Wahrheit“  (Joh 17,17).
(...)
Heilige werden dringend benötigt. Sie können bewirken, dass unsere Gesellschaft nicht bedrängt vom Sinnlosigkeitsgefühl auseinander fällt. (...) Mir erscheint das Bild von Alojs wie eine Herausforderung: Nun fangt doch an, will er uns sagen.  Es ist die Zeit, die Anker zu lichten und hinauszufahren ohne Furcht und auch gegen den Strom der Zeit.
"Wir sind heilig" titelt der Bericht auf der Bistumshomepage. Ich möchte den Titel nicht ohne Absicht so unter die Aufforderung der Predigt "nun fangt doch an" stellen.

Sonntag, 12. Juni 2011

Geliebte Mutter Kirche, ...

... herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Zum Fest zwei Bilder:

Eine Taube fliegt über das Portal von Notre Dame de Paris.


Die Schönheit der Kirche - so sagt man - entdeckt man erst, wenn man sie betritt und von innen kennen lernt.


Mittwoch, 8. Juni 2011

Nach dem Kirchentag ist vor der Seligsprechung

Tja, wer hat da wohl die zeitliche Regie geführt? Als es vor knapp 500 Jahren schonmal auf sächsischem Boden zu einer Heiligsprechung kam, da sorgte dies für nicht wenig Unmut bei den Anhängern der Reformation. Luther selbst fühlte sich gerufen, eine geharnischte Schrift mit dem klangvollen Titel "Wider den neuen Abgott und alten Teufel, der zu Meißen soll erhoben werden" zu veröffentlichen. Damals ging es um Bischof Benno, dessen segensreiches missionarisches Wirken im Sachsenland viel Frucht getragen hatte. Nur wenige Jahre  nach der Heiligsprechung musste er bzw. mussten seine Gebeine fliehen. Um einem möglichen Übergriff der Lutheraner vorzubeugen, entfernte man sie aus dem Meißner Dom. Über verschiedene Pfade kamen sie schließlich nach München.

Und nun - die Spuren des Evangelischen Kirchentags sind kaum verwischt - steht die zweite Erhebung zur Ehre der Altäre im Sachsenland bevor. Am Pfingstmontag wird Alojs Andritzki selig gesprochen. In der Person dieses jungen Priesters vereinigen sich gleich mehrere Besonderheiten. Zum einen ist er der erste aus dem Sachsenland stammende Selige. Zum anderen ist es wohl kein Zufall, dass er Sorbe war. Die Sorben sind nämlich jenes slawische Volk, das - aufgrund einiger geschichtlich interessanter Konstellationen - mittem im Zeitalter des "cuius regio eius religio" im Raum einiger Städte und Dörfer katholisch geblieben ist. (Nämlich im "Herrschaftsgebiet" der beiden seinerzeit katholisch gebliebenen Zisterzienserinnen-Klöster und des Bautzner Domstifts.) Wenn man im sonstigen Gebiet des Bistums Dresden-Meißen weite Wege für eine katholische Messe auf sich nehmen muss, so ist hier tatsächlich nahezu jeder Dorf-Kirchturm katholisch. 
Ein sorbischer Sachse wird nun also selig gesprochen. Einer, der den Katholizismus quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat. Seine erste Kaplansstelle war in Dresden an der Hofkirche, also in der Diaspora. Engagiert und freudig tat er seinen Dienst - v.a. unter den Jugendlichen. Von den Nazis wollte er sich  nicht vereinnahmen lassen - und bezahlte dies bitter. Verhaftung, Gefängnis, KZ, Todesspritze. Doch selbst in der menschenverachtenden Umgebung des KZ Dachau verlor er nie die Hoffnung. Über meinem Schreibtisch hängt ein Kalender mit Aussprüchen von ihm - zumeist aus Briefen. Zwei davon möchte ich hier veröffentlichen.
Dann und wann hört man von weitem das Aveglöckchen läuten. Ja, da braucht man nur die Augen zu schließen und das Jetzt zu vergesen und man ist zu Hause, fühlt sich geborgen. Das bewirkt der Glaube, die Geborgenheit bei der Mutter aller Gläubigen und so übersteht man alle schweren Stunden, ja, man wird froh wegen der Hoffnung und der künftigen Erfüllung.
Und eine schöne Sehnsucht hatte er auch:
Wenn sich die Zeiten wieder normalisieren, dann möchte ich das Reich Gottes als Flieger in alle Enden der Welt tragen.
Ein mitreißender missionarischer Geist.

Rätselhaft

... ist mir meine Blog-Statistik. Angeblich allein heute die 4-5-fache Zugriffzahl von der Zahl, die ich sonst bei einem neuen Post feststelle. Und ich hab' seit einer Woche nix daran gemacht. Nur mit einer Idee ging ich schwanger, was sich gleich in einem inhaltsreicheren Post zeigen wird. Aber von Vorahnungen allein können die zwei Blogs, von denen die Leut hierher gefunden haben, ja auch noch keine Verweise hierher puschen. Rätselhaft.