Samstag, 25. Februar 2012

Wüste

Zwei Wochen Blogpause, in denen ich in der Wüste bin, um dort Exerzitien zu begleiten.


Der Heilige Geist und ich

Manchmal gibt es Tage, an denen der Heilige Geist, die oft unbekannte Größe im Wesen Gottes, deutlicher im eigenen Leben zu spüren ist. Und zwar auf ganz verschiedenen Ebenen. Als ich vor einem Jahr (noch recht frisch als Pfarrhaushälterin) ohne groß darüber nachzudenken einem inneren Drang folgend viel mehr kochte, als wir zu zweit hätten essen können, klingelte es kurz vor Mittag und wir hatten zwei Gäste am Tisch.

Und dann auch vor drei Tagen: Ich steckte mitten in den Vorbereitungen für die Prüfung. Die Zeit zum Lernen war aus verschiedenen Gründen sehr knapp geworden, mein Energielevel ganz unten. Da hatte ich plötzlich die innere Gewissheit, dass ich ein bestimmtes Thema besonders sorgfältig lernen sollte. Ich konnte es nicht näher begründen, aber ich wusste, dass ich über dieses Thema geprüft werden würde. Noch am Abend vor der Prüfung sprach ich mit meiner Freundin darüber, dass ich momentan soviele andere Nebenschauplätze habe, dass ich kaum zum Lernen komme. Daraufhin meinte sie: "Naja, das hast du dir ja nicht so ausgesucht. Und da Gott das so zugelassen hat, wird er dir auch mit dem Heiligen Geist beistehen." In der Tag fragte mich der Professor in der Prüfung genau das Thema, das ich mir so besonders sorgfältig angeschaut hatte.

Ich liebe es, wie konkret Gott im Heiligen Geist da ist und handelt.

Don Bosco auf der Bühne - Musicaltournee

Hin und wieder gestatte ich mir ein wenig Werbung. Jetzt ist mal wieder so ein Anlass gekommen:

In wenigen Tagen ist es soweit: Am 3. März werden die 24 Studenten (aus 15 Nationen) des aktuellen Jahrgangs der Emmanuel school of mission Altötting ihr Musical über Don Bosco zum ersten Mal aufführen. Und zwar in Neuötting, um 15:00 Uhr im Stadtsaal. 

Mit dem Titel "Gangs of Turin. All you need is love" geht es dann schon bald auf Tournee. Die ersten Aufführungsorte sind München (8.3.), Nürnberg (10.3.), Flieden bei Fulda (11.3.) und Heimsheim, Nähe Stuttgart (12.3.). Bis zum Juni folgen noch 12 weitere Aufführungen - v.a. im süddeutschen Raum, aber auch in NRW und in Trier sowie in der Schweiz und in Liechtenstein. Nähere Infos zum Musical gibt es hier. Und hier die Tourneedaten.

Vor einigen Wochen hat der Augsburger Sender katholisch1.tv die ESM Altötting besucht und einen kurzen Film über das Leben und die Inhalte gedreht. Bei Interesse geht es hier entlang.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Anpassung

Bei der Gelegenheit hab ich zumindest den Header der aktuellen liturgischen Zeit angepasst. (Wenn auch nur in Maßen, aber bis ich in meinen Blog einen Lila-Ton hineinlasse, muss schon viel passieren.) Und dieser Header ist nicht nur der Fastenzeit geschuldet, sondern auch ein kleiner Ausblick auf den Ort, an dem ich in wenigen Tagen sein werde. Ansonsten ist mein Hirn grad im Ausnahmezustand, weil ich in zwei Tagen Prüfung habe und die letzten Wochen noch ziemlich viel Nebenschauplätze boten. Ich gehe davon aus, dass ich an dem Tag zwischen der Prüfung und dem Abflug noch dazu komme, ein wenig zu bloggen.

Von Bändeln beim Beten

Unter dem interessanten Namen Bändelblog verbirgt sich eine sehr praktische Hilfe für alle Gelegenheits-Stundengebets-Beter.

Wer da mal aus dem Rhythmus kommt und sich verzweifelt fragt, in welcher Woche wir gerade sind oder wie das überhaupt bei den geprägten Zeiten funktioniert ("Lasset uns blättern"), findet hier schnell Abhilfe - und zwar sowohl für das große Stundenbuch als auch für das kleine.

Vielen Dank für diese Inititative.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Zum Festtag noch ein Video


Flashmob "Brother & Sister Act, missionnaires de... von corref

Gott geweiht

Heute begeht die Kirche den Tag des geweihten Lebens. Was das Internet so an statistischen Daten hergibt, leben weltweit ca. 800.000 Männer und Frauen in Orden. Dazu kommen die dort wahrscheinlich nicht erfassten Personen, die sich "in der Welt" Gott geweiht haben - in neuen geistlichen Gemeinschaften, als Virgo oder in Säkularinstituten.

Diese Lebensform provoziert - heute vielleicht sogar mehr denn je. Aber nicht um der Provokation willen entscheiden sich Menschen für diesen Weg. (Und wenn, dann wär das wohl kein so gutes Berufungskriterium.) Was genau bei jedem Einzelnen auf dem Weg zum und im geweihten Leben geschieht, ist sehr individuell. Doch ich wage zu behaupten, dass die Liebe ein entscheidendes Kriterium ist. 

Es geht nicht zuerst um die persönliche Heiligkeit, sondern um nichts geringeres als die Heiligung der Welt. Es geht nicht zuerst um eine Verachtung der Welt, sondern um den lebendigen, hoffnungsvollen Hinweis auf die Realität des Himmels. Es geht nicht zuerst um soziales oder missionarisches Engagement, sondern um ein Feuer, das sich von Gott ernährt und ihm verfügbar macht. Es geht nicht zuerst um die größere Verfügbarkeit für das private Gebet, sondern um die Entscheidung für die Intimität mit Gott und um das fürbittende Eintreten für die Welt. Es geht nicht zuerst um die romantisierende Belebung von Klostergebäuden, sondern um das Leben in Gott.

In der heutigen Botschaft zum Tag des geweihten Lebens (nachzulesen hier) sagte Papst Benedikt dazu:

Im Jahr des Glaubens seid ihr, die ihr den Ruf zur näheren Nachfolge Christi durch das Versprechen der evangelischen Räte gehört habt, eingeladen, noch einmal mehr die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Die evangelischen Räte, angenommen als wahre Lebensregel, bestärken den Glauben, die Liebe und die Hoffnung, die mit Gott verbinden. Diese tiefe Nähe zum Herrn, die das bestimmende und charakteristische Element eures Lebens sein soll, bringe euch zu einem erneuerten Festhalten an ihm und habe positiven Einfluss auf eure Anwesenheit und eure Apostolat im Volk Gottes durch das Einbringen eurer Charismen, in Treue zum Lehramt, so dass ihr Zeugen für den Glauben und die Gnade sein könnt, glaubwürdige Zeugen für die Kirche und für die Welt von heute.

Allen Gottgeweihten also ein schönes Fest!