Sonntag, 29. April 2012

"Da durchbrachest du meine Taubheit"

Besser spät als nie ein kleiner Post zum heutigen Weltgebetstag um geistliche Berufungen. (Wobei ich für meine Funkstille eine gute Entschuldigung habe, denn ich hab grad ein Berufungswochenende mitgestaltet.) In seiner Botschaft zum heutigen Tag zitiert Papst Benedikt XVI. den Hl. Augustinus mit den Worten:
" ... Du riefst, du schriest, und da durchbrachst du meine Taubheit. Du strahltest auf, du leuchtetest und vertriebst meine Blindheit. Duft ging von dir aus, ich zog den Hauch ein, und nun verlangte ich nach dir. Ich habe gekostet, und nun hungere und dürste ich. Du hast mich angerührt, und ich entbrannte nach deinem Frieden“ (X, 27,38). Mit diesen Bildern versucht der heilige Bischof von Hippo, das unaussprechliche Geheimnis der Begegnung mit Gott zu beschreiben, mit seiner Liebe, die das ganze Leben verwandelt.

Ein Text, der mir aus dem Herzen spricht, weil er zum einen die Kraft des Rufes Gottes zu beschreiben sucht, zum anderen aber auch erahnen lässt, dass es schwer ist, das Unfassbare in Worte zu fassen. 

Als weiteren Beitrag zum Fest hier noch ein schönes Video mit einer Berufungsgeschichter einer österreichischen Borromäerin:


Mittwoch, 25. April 2012

Glaubst du, was du sagst?

Das Glaubensbekenntnis nur aufsagen oder auch verinnerlichen und leben - dem Unterschied geht dieses Kurzvideo nach:


Freitag, 20. April 2012

Brother & Sister Act 2

Vor einigen Wochen hatte ich schonmal auf ein Video hingewiesen, bei dem junge Gottgeweihte vor Notre Dame de Paris einen schwungvollen Tanz hinlegten, um auf ihre Lebensform aufmerksam zu machen. Auf Dailymotion gibt es inzwischen ein neues Video, das ich euch nicht vorenthalten will. Für alle, die kein Französisch können, folgt im Anschluss noch eine kurze Übersetzung. 

Brother & Sister Act 2 von corref

0:02: Christus bringt das Leben der jungen Schwestern und Brüder in Frankreich zum Tanzen. ...
0:07: Und du?
0:08: Hast du schon einmal an das Abenteuer eines geistlichen Lebens gedacht?
0:11: Ein menschliches und geistliches Abenteuer in der Nachfolge Christi.
0:21: Das Abenteuer der Hingabe ... , des Gebets
0:30: Das Abenteuer der Solidarität ..., des Vertrauens
0:43: Das Abenteuer der Brüderlichkeit ..., der Freiheit
0:48: Das andere Abenteuer
0:51: Und du?
0:59: Und wie willst du Christus nachfolgen?

Donnerstag, 19. April 2012

Rückblick 19. April 2005

17:00 Uhr: Wie immer gehe ich nach der Arbeit in die Kathedrale, um dort in der Sakramentskapelle meine Gebetszeit zu nehmen und anschließend in die Hl. Messe zu gehen. Besonderer Inhalt des Gebets: das Konklave in Rom.
ca. 17:52 Uhr: 3 Minuten vor dem üblichen Messeläuten erklingen die Glocken der Kathedrale mit vollem Geläut. Eine freudige Gewissheit erfüllt mich mit jedem Glockenschlag mehr: Habemus Papam!
18:00 Uhr: Die Messe beginnt, der heute (zufällig?) unser Bischof vorsteht. Noch vor dem ersten Lied ergreift er das Wort und teilt uns seine große Freude mit, dass wir einen neuen Papst haben. Noch ist der Name nicht bekannt. Der Mesner hält in der Sakristei am Radio Wache, um uns sobald als möglich zu informieren.
ca. 18:20 Uhr: Zum Hochgebet ist der Name des Neugewählten noch unbekannt. Der Bischof betet für den neuen Papst, ohne ihn beim Namen nennen zu können.
ca. 18:30 Uhr: Kurz vor dem Schlusssegen stürzt der Küster aus der Sakristei und verkündet allen: Es ist Joseph Ratzinger. Er heißt Benedikt. Die Reaktionen sind durchaus verschieden. Wir jüngeres Volk sitzen hinten und können nur mühsam lauten Jubel unterdrücken. Andere müssen sich erstmal kurz hinsetzen, um die Nachricht zu verdauen. Unser Bischof ist sichtlich glücklich.
18:35 Uhr: Nach der Messe lebhafter Austausch unter uns Jüngeren. Die Glocken läuten wieder mit vollem Festtagsgeläut. Ein Kamerateam stürzt herzu, um dies aufzunehmen und den Bischof zu interviewen.

Ich weiß nicht mehr, ob ich (wie eigentlich immer) die 20 km mit dem Rad nach Hause gefahren bin oder doch die S-Bahn genommen habe, um schneller an bewegte Bilder zu kommen. Jedenfalls bin ich direkt zu meinen Eltern gefahren statt in meine eigene Wohnung. Denn die haben einen Fernseher. Naja, und den Rest des Abends habe ich mich einfach nur gefreut.

Was ich mit all dem sagen wollte: Danke, Heiliger Vater für Ihren Dienst und ihr "Ja" vor sieben Jahren.

Mittwoch, 18. April 2012

Gebetstafel

Interessant, welche Auswirkung ein Satz auf facebook haben kann. Vor einigen Minuten las ich bei einer meiner Freunde etwas, was mich zu Bemerkung mit Folgen veranlasste. Denn da mischte sich eine dritte, mir bisher unbekannte Person ein und fragte nach.

 




In der Folge steht jetzt eine weitere Person auf unserer Gebetstafel. 
Und hier nun auch noch ein Foto, wie das bei uns aussieht. Das zeigt jetzt nur die Seite mit den vorwiegend globalen Intensionen. Links davon stehen ganz viele Einzelnamen.



Dienstag, 17. April 2012

Volles Haus

Ich habe das Glück, in einer Wohnung zu leben, in der wir eine kleine Hauskapelle mit dem Allerheiligsten haben. Sie ist mittendrin, zwischen zwei unserer Zimmer. Wirklich das Herzstück unserer Wohnung und unserer kleinen Gemeinschaft.

Dieses Privileg bringt auch sehr angenehme Pflichten mit sich: Mindestens einmal im Monat soll hier die Hl. Messe gefeiert werden. Während wir das in meiner Anfangszeit hier oft noch gänzlich unter uns drei Schwestern getan haben, hat dieses Ereignis in den letzten Monaten immer weitere Kreise gezogen. Anfangs haben wir die Geschwister unserer Gemeinschaft eingeladen, dann Freunde und Bekannte aus dem Alpha-Kurs und der Pfarrei. Leider ist die räumliche Kapazität begrenzt, so dass wir nicht allzu großzügig einladen dürfen. (Ab ca. sieben Personen müssen wir die Tür offen stehen lassen und den Korridor mit einbeziehen. Mehr als 15 wird selbst dann ungemütlich.) Aber gleichzeitig ist es für mich eine große Freude zu sehen, dass niemand mehr zögert, unsere Einladung anzunehmen. Dass auch immer mehr ohne langes Bitten und Zaudern gern noch zum anschließenden gemeinsamen Essen bleiben. Es ist schon eine richtige feste Insitution geworden, auf die sich alle Beteiligten freuen. Neulich erst sagte eine Frau, die erst vor Kurzem hergezogen ist, dass sie es diesen Messen zu verdanken hat, dass sie schnell in der Gemeinde heimisch geworden ist.

Heute Abend war es mal wieder so weit. Deo gratias.

Montag, 16. April 2012

Geburtstagsgrüße


Vor einigen Stunden habe ich mit einem Geburtstagskind telefoniert. Bei seiner Geburt ahnte ich nicht, dass es eines Tages zusammen mit dem Papst feiern könnte.
Also von dieser Stelle aus ein von Herzen kommendes "Happy birthday" und "Gottes Segen" meinem Patenkind und meinem Papst.

Sonntag, 15. April 2012

Rückblick

Da ich in den letzten Tagen nicht die Gelegenheit hatte, am Blog herumzubasteln, hier nun ein kurzer fotografischer Rückblick aus unserer Hauskapelle auf das vergangene Wochenende.

Karsamstag: Grabesruhe (Ein Tuch bedeckt das Kreuz)
Ostersonntag: Auferstehung

Dienstag, 3. April 2012

Journalistischer Blick auf Ostern

Ein spannendes Projekt kann man in diesen Tagen bei Focus oder katholisch.de verfolgen: Die Ereignisse der Kar- und Ostertage werden journalistisch aufbereitet präsentiert. "Osterprotokoll" heißt die Rubrik journalistisch knapp. Dem ersten Eindruck nach wird deutlich, dass die Ereignisse von vor knapp 2000 Jahren einen hohen Nachrichtenwert haben und bis heute aktuell sind.
Also: Dranbleiben!