Freitag, 31. August 2012

Ausgekocht

Mit dem heutigen Tag endet meine zweijährige Phase als Pfarrhaushälterin. 
Nie hätte ich mir träumen lassen, damit mein Geld zu verdienen. Ich habe nie besonders gern oder ausgefallen gekocht, putzen macht mir keine große Freude, von der Gartenarbeit hatte ich bis vor einiger Zeit nahezu keine Ahnung. Und doch, ich habs gern getan.
Am Anfang genoss ich es, einen Job zu haben, bei dem ich wirklich die Tür hinter mir zu machen konnte. Bis dahin kannte ich nur Arbeit, die mir auch noch am Abend, am Wochenende und selbst im Urlaub durch den Kopf gegangen ist. 
Dann merkte ich, dass ich kochen kann, wenn ich denn Zeit dazu habe.
Auch mit der Gartenarbeit habe ich mich regelrecht angefreundet.

Dennoch gab es nach einem Jahr eine Phase, in der ich keine Freude mehr an der Arbeit hatte. Ich war, wie man so schön sagt, "mit der Gesamtsituation unzufrieden". Denn immer noch empfand ich selbst keine große Wertschätzung für das, was ich tat. Ich sah meine vielen Fähigkeiten, die ungenutzt blieben. Ich sah Mitschwestern an meiner Seite, die vor lauter Verantwortungen kaum noch aus der Wäsche gucken konnten. Aber der liebe Gott hat auch diese Phase zugelassen und mir gezeigt, dass mein Wert nicht davon abhängt, was ich tue und wofür ich alles verantwortlich bin. 

In dieser Phase sagte mir jemand: "Du wirst noch dankbar auf diese Zeit zurückschauen, wenn du eines Tages wieder entsprechend deiner Qualifikationen arbeitest und wohl auch sehr viel Verantwortung haben wirst. Ich fange an zu verstehen, was er meinte. Ab morgen werde ich hauptsächlich dafür bezahlt, Events zu organisieren. Und zwar in der Hauptverantwortung.

Den Blog-Titel lass ich natürlich so. Da ich auch im Bereich PR arbeiten werde, passt es ja weiterhin. Nur am Untertitel werde ich wohl ein wenig feilen in der nächsten Zeit.


Mittwoch, 29. August 2012

Pilgern nach Malonne

Malonne ist ein Pilgerort.
Nein, ich habe in diesem Fall keinen Hang zur Ironie. Mögen in diesen Tagen Heerscharen von Medien und entrüsteten Bürgern dahin pilgern, um ihrer Auffassung von Gerechtigkeit und Vergeltung zu huldigen und diese in Szene zu setzen, aber sie haben sich in der Adresse geirrt. Denn älter als die Wallfahrtstradition zum Kloster der Klarissen ist die zur Niederlassung der Schulbrüder.

Hier ist der heilige Mutien-Marie begraben, der von 1841 bis 1917 lebte. Er war ein einfacher Schulbruder, wirkte als Lehrer, Präfekt und gab Katechismusunterricht in der Pfarrei, verbrachte Stunden im Gebet. Seine Treue zur Regel selbst in den kleinsten Punkten war außergewöhnlich, ebenso wie die Tatsache, dass er gegenüber allen eine unglaubliche Geduld und Güte an den Tag legte. 1989 wurde er heilig gesprochen.

Zweimal schon bin ich zu Fuß von Namur dahin gepilgert. Daher verbinde ich mit dem Ort Malonne ganz andere Dinge, als es die momentane Berichterstattung nahelegt.

Wie wäre es, wenn die entrüsteten Medien-Pilger auch mal bei seinem Grab vorbei schauen würden? Vielleicht erahnen sie ja etwas von der Güte Gottes und können den Rest seiner Gerechtigkeit überlassen.

Dienstag, 28. August 2012

Augustinus-Musical

Nach dem Musical ist vor dem Musical. Und so nutzte die Emmanuel School of Mission (ESM) Altötting die Sommerpause und den heutigen Festtag, um auf Facebook das Thema des Musicals des Jahrgangs 2012/13 bekannt zu geben. Es geht um den Hl. Augustinus. In den letzten Jahren ist das Musicalprojekt immer mehr zu einem Markenzeichen der ESM Altötting geworden. In rund jeweils 20 Aufführungen haben jährlich mehr als 10.000 Zuschauer in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und sogar auch schon im Elsass und in Belgien Aufführungen über Mutter Teresa, Petrus, Franziskus oder Don Bosco gesehen. Also, man darf gespannt sein.

Leider gabs keinen Trailer zum letzten Musical über Don Bosco. Also hier ein kleiner Eindruck von "Come be my light" (Jahrgang 2010/11).




Filmempfehlung

Tom Sawyer und Huckleberry Finn auf bayrisch:


Montag, 27. August 2012

Gebet um neuen Bischof

Das Bistum Dresden-Meißen sucht einen neuen Bischof. Da ich gerade auf Heimaturlaub bin, werde ich auf eine sehr schöne Weise immer wieder darauf hingewiesen. Denn hier wird wirklich gemeinsam darum gebetet. In der Kathedrale in jeder Werktagsmesse (für die Sonntagsmessen kann ich keine Aussage treffen), in meiner Heimatpfarrei in jeder Sonntagsmesse. Und der Text zeigt meines Erachtens sehr schön auf, worauf es im Bischofsamt ankommt. Also möcht ich auch euch zum Gebet einladen:


Jesus Christus, du Hirt und Haupt deiner Kirche,
du hast verheißen: „Ich bin bei euch
alle Tage bis zum Ende der Welt“.
Im Vertrauen darauf bitten wir: schenke unserem Bistum
einen guten neuen Bischof, der uns ein Vorbild ist
durch das Zeugnis seines Lebens,
der uns stärkt durch seine Worte,
der uns erhält in der Freude des Heiligen Geistes,
der uns segnet durch seine Gebete
und uns einigt zu einer Kirche,
die ausstrahlt.
Erleuchte alle, die unseren Papst Benedikt in der Auswahl unseres
neuen Bischofs beraten,
und gib dem Erwählten Mut und Vertrauen. Amen.
V: Heiliger Bischof Benno
A: Bitte für uns!
V: Seliger Märtyrer Alojs
A: Bitte für uns!

Da isse

... die Goldene Robusta in der Kategorie "Mauberblümchen". Allen Wählern und ganz besonders dem Herrn Alipius gilt mein besonderer Dank. Es hat Spaß gemacht, sich an dem Ganzen zu beteiligen.

Mittwoch, 22. August 2012

Das Buch der Bücher

Heute habe ich mir eine Bibel gekauft. Es dürfte ungefähr die Zehnte in meinem Bestand sein. Wie ich zu welcher Bibel kam und was mir die jeweiligen Ausgaben bzw. Übersetzungen bedeuten, darum soll es hier kurz gehen.

Meine erste eigene Bibel erhielt ich 1990 auf dem Katholikentag in Berlin. Das Katholische Bibelwerk hatte damals eine Sonderausgabe in großer Auflage drucken lassen - und zwar exklusiv für die Teilnehmer aus der (noch)-DDR. Gegen Vorlage des Ausweises konnte man sie überall mitnehmen. Offensichtlich hatten sie mit einem größeren Bedarf gerechnet. Gegen Ende des Katholikentags bekam man das Teil fast nachgeworfen. Ich hab zumindest eine für mich und eine für meinen Bruder abgestaubt. Als ich Jahre später anfing, Theologie zu studieren, wurde sie meine Studierbibel. Sie ging mit in die Vorlesungen und in die Prüfungen und war gegen Ende des Studiums bunt angemalt.

Noch vor dem Studium schenkte mir eine evangelische Freundin eine Lutherbibel. Im Gespräch hatten wir festgestell, dass ich bis dahin (ich war ca. 15) noch nie wirklich in der Bibel gelesen hätte und mich das auch überfordert, weil ich nicht den Eindruck habe, dass es sinnvoll ist, von Buchdeckel zu Buchdeckel zu lesen. Meine Freundin meinte, das mir Luthers Übersetzung sicher einen guten Zugang vermitteln würde und schenkte mir diese Bibel. Sie hat sich getäuscht. Luthers Deutsch war keine Hilfe für mich. Später im Studium hab ich die Lutherbibel immer wieder gern mal zum Vergleich hergenommen.

Während des Studiums kaufte ich mir dann die griechische Bibel von Nestle-Aland. Für Seminararbeiten und Prüfungsvorbereitungen habe ich mich da sehr hinein vertieft, heute kommt sie kaum noch aus dem Schrank heraus.

Irgendwie ist auch noch eine andere Übersetzung von einem katholischen Theologen in meinem Bücherschrank gelandet. Da sich mein Bücherschrank grad 450 km weiter südöstlich befindet, muss ich damit passen, was die genaueren Daten angeht. Ich hab sie auch kaum hergenommen.

Nach meiner Bekehrung kaufte ich mir eine kleine Einheitsübersetzung, die leicht im Rucksack mitgenommen werden konnte und mich so auf diverse Weltjugendtage, in die Wüste etc. begleitete.

Meine nächste Bibel erhielt ich als Abschiedsgeschenk. Die Kollegen meiner ersten Arbeitsstelle hatten Geld gesammelt und mir dafür die von mir gewünschte Neue Jerusalemer Bibel gekauft (Kommentar der JB zur Einheitsübersetzung). Grund für diesen Wunsch war, dass ich in meiner nächsten Stelle auch Unterricht geben sollte. Und da wollte ich eine Bibel mit guten Kommentaren. Die biblischen Bücher, die ich im Rahmen des Unterrichts besonders behandelt habe, sind tatsächlich von außen erkennbar, denn dort ist die Bibel deutlich abgegriffener.

Dann hörte ich von der Herder-Übersetzung. Die Einheitsübersetzung hatte mich nie so richtig zufrieden gestellt. Mit der kleinen handlichen Ausgabe der Herder-Übersetzung (noch dazu mit praktischem Lederetui mit Reißverschluss) hatte ich nun die Antwort auf meine Wünsche in der Hand. Schade nur, dass bei den kleinen Ausgaben (dieser wie meiner ersten "Senfkornbibel") halt kein Platz für Kommentare ist und dass das Schriftbild sehr mühsam zu lesen ist.

Dann stand das Jahr meines Noviziats an - französischsprachig. Also legte ich mir die "Bible de Jerusalem" zu. Außerdem sollten wir auch dort wieder verstärktes Bibelstudium betreiben.

Das nahm ich zum Anlass, mir von  meinen Eltern zum einen die "Verdeutschung" des AT nach Buber/Rosenzweig schenken zu lassen,

zum anderen das NT in der Übersetzung von Fridolin Stier. Von beiden Übersetzungen hatte ich schon im Rahmen des Studiums gehört, doch damals fehlten mir die Mittel.

Und heute nun meine neueste Errungenschaft: Die Herder-Übersetzung im normal großen Format, mit Kommentar und - vor allem - mit einem Schriftbild, das wirklich auch längere Zeiten mit der Bibel erleichtert. Grund dafür war v.a., dass ich für die persönliche Bibellesung nach der Methode der Lectio Divina nicht unbedingt mit der Einheitsübersetzung hantieren wollte, dass die kleine Herder-Übersetzung aber zu anstrengend war. Aufmerksam geworden darauf bin ich durch meinen (ehemaligen) Chef, der sie sich vor kurzem zugelegt hat.

Soviel dazu. Dann werf ich mal die Frage in die Runde: Welche Übersetzung/Ausgabe spricht euch an und warum?

Dienstag, 21. August 2012

Genau

Fundstück: 10 Gründe, warum ich mich nicht wasche (nicht in die Kirche gehe).


Zehn Jahre danach

Seit drei Tagen bin ich mal wieder in meiner alten Heimat. Da ich diese letzten Tage zudem mit einer Freundin verbrachte, die die Gegend mal kennen lernen wollte, sah ich alles noch einmal viel mehr mit anderen Augen - beobachtend, entdeckend, staunend. 

Immer wieder begegneten uns Erinnerungen an das Hochwasser, das 2002 viel Zerstörung angerichtet hat. Zehn Jahre ist das jetzt her. Kaum zu glauben, dass man davon kaum noch etwas sieht. In der Gegend, in der ich damals lebte, gibt es noch genau ein Haus, dessen Putz nach der Flut abgeschlagen und nicht wieder erneuert wurde.

Wenn ich mir diese Tage vor Augen halte, dann sehe ich einzelne Szenen vor mir:
  • Der Kühlschrank, der auf der Brücke gelandet ist. Als ich ihn sah, fing ich an zu begreifen, wie verheerend die Flut im Tal oberhalb von uns verlaufen sein muss. (Da ich keinen Fernseher hatte, sah ich das Schlimmste erst viel später.) Tatsächlich sind dort ganze Häuserzeilen innerhalb weniger Stunden komplett ausgelöscht worden.
  • Mein Auto, das "nasse Füße" bekommen hat, das ich aber grad noch herausfahren konnte, während es für viele andere Gefährte zu spät war.
  • Total zerstörte Straßen. Ein unglaubliches Verkehrschaos. An den großen Kreuzungen in Dresden musste der Verkehr von Hand reguliert werden, weil die Ampelanlagen ausgefallen sind.
  • Das Grundstück der Schwiegermutter meines Bruders. Als Kind war ich hier Dauergast, denn eines der Kinder hatte genau mein Alter. Als ich nun aufgrund des Verkehrschaos' einige Tage nicht auf Arbeit gehen konnte, suchte ich vor Ort nach Möglichkeiten, mit zuzupacken. Auf besagtem Grundstück fand sich eine bunte Mischung von mehrheitlich jungen Leuten (alles Freunde der Kinder), die mit anpackten, alles auszuräumen.
  • Weil Strom und Wasser ausfielen, musste ich meine Wohnung verlassen. Bei Freunden meiner Eltern fand ich herzliche Aufnahme. Viele andere kamen in den Schulen unter. Nur durch die "Mund-zu-Mund-Pastoral" der Diaspora hier fand mich dann kurz darauf auch mein Personalchef, so dass ich erfuhr, wie es auf Arbeit aussah und dass ich einstweilen noch nichts tun konnte, dann aber umso mehr zu tun haben würde.
  • Meine Dienststelle, die zehn Tage lang mehr als 2m hoch im Wasser stand. Archiv, Server, Büros und die Kapelle waren hinüber. Für einen langen Zeitraum wird sie nun eine Baustelle.
  • Auf dem Hof unserer Dienststelle wurden irgendwann knapp hundert Entlüfter und "Kärcher" angeliefert. Wie eine Armee standen sie aufgereiht da, bereit, von uns zu den Leuten gebracht zu werden.
  • Im Rahmen meiner Arbeit war ich Teil des Krisenstabs und fuhr wochenlang immer wieder in das Katastrophengebiet, um mir ein Bild zu machen. Ich sah völlig leere, verschlammte und nasse Wohnräume vor mir, hörte den Klang der Entlüfter, roch diese Mischung aus modrigem Gestank und trockenem Staub, hörte gefühlte hundertmal die immer gleichen Geschichten. Die schlimmsten Verluste für die Leute: Fotos, private Erinnerungsstücke. Nicht ersetzbar. Ich sah erwachsene Menschen weinen, ich sah selbstlose Hilfe, den Mut der Verzweiflung, einen Hoffnungsschimmer, wenn wir auftauchten.
  • Straßen, auf denen sich der Müll meterhoch stapelt. Dazu dieser Gestank, Mücken und ein allgegenwärtiger Staub, der sich in jede Pore setzt. (Die Wasserversorgung klappte recht bald wieder, aber es gab bis Mitte September nur kaltes Wasser.)
  • In diesen Tagen wurde mein (indirekter) Umgang mit großen Geldsummen immer normaler. Viel Geld floss durch die Hände unserer Organisation. Neue Kollegen wurden eingestellt, um alles sachgerecht bewältigen zu können. Ich lernte unglaublich engagierte und feinfühlige Menschen kennen.
Hier ein paar bewegte Bilder dazu:


In dieser Situation war ich schon bald innerlich und äußerlich am Ende. Erst eine Woche zuvor war ich vom WJT in Toronto zurück gekehrt, wo Gott mich dazu eingeladen hatte, meine Berufugnsfrage zu prüfen. Binnen kurzem zerrann mir alles zwischen den Fingern. Ich war zu müde und zu ausgebrannt zum Beten oder für sonstige geistliche Gedanken.

Dankeschön!

Möcht ich an dieser Stelle sagen für die Goldmedaille in der Kategorie "Mauerblümchen" im Rahmen der Robusta 2012. Damit bescheinigen mir Leser und Blogger, dass folgende Kriterien irgendwie zutreffen:
Welches Blog führt eher ein Schattendasein, ist aber Eurer Meinung nach so cool, daß es mehr Aufmerksamkeit verdient?
Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und das damit zum Ausdruck gebrachte Wohlwollen und danke überhaupt für die Durchführung der Aktion, in deren Rahmen ich viele gute Blogs erstmals wahrgenommen habe.

Freitag, 17. August 2012

Worte von Pierre Goursat

Mit dem Geburtstag ihres Gründers Pierre Goursat schloss die Gemeinschaft Emmanuel, der ich angehöre, vor zwei Tagen das Jubiläumsjahr ab, das am 25.3.2011 (seinem 20. Todestag) eröffnet worden war. In diesem Jubiläumsjahr standen viele Anlässe an, die sich rundeten: 40 Jahre Gründung der Gemeinschaft (mit der Erfahrung der Geistausgießung), 20. Todestag von Pierre, 30 Jahre gottgeweihtes Leben und 30 Jahre FIDESCO, die Entwicklungshilfe- und Volontär-entsendende-Organisation der Gemeinschaft.

Den Abschluss feierten alle, die es ermöglichen konnten, zusammen mit einem internationalen Treffen in Paray-le-Monial in Burgund. Ca. 3.500 Erwachsene (von 9.000 weltweit) waren da versammelt - aus 60 Nationen. Ja, auch aus den entferntesten Ländern war wenigstens eine kleine Delegation gekommen. 160 Priester (von 220) und vier (von fünf) Bischöfe wurden gezählt und auch die 160 gottgeweihten Frauen und 20 gottgeweihten Brüder waren nahezu vollzählig da. Es war ein großes Fest, ein froher Austausch und eine echte Erneuerung für jeden Einzelnen.

In einem der Vorträge wurde ein Wort von Pierre Goursat, dessen Seligsprechungsverfahren vor einigen Jahren eingeleitet wurde, zitiert, dass mich sehr bewegt:
Der Demütige sorgt sich um nichts.
Pierre ist für mich der Lehrer par excellence für die Demut. Er hat es uns immer wieder ans Herz gelegt, wie wichtig es ist, die eigene Armut anzunehmen - doch nicht in kriecherischer Duckmäuserei, sondern in der frohen Gewissheit, dass wir in der Einfahheit und im Selbstbewusstsein als "armer Typ" das Herz Gottes ganz direkt erreichen.

Freitag, 10. August 2012

EYF im TV

Okay, das wird nun wirklich mein (vorerst) letzter Beitrag zum EYF Altötting. Katholisch1.tv hat einen eigenen Fernsehbeitrag produziert. Und den will ich euch nicht vorenthalten.

Hier geht's direkt zum Beitrag: klick

Danach habt ihr erst einmal Ruhe vor mir, denn ich bin für ein paar Tage unterwegs.

Was nun?

Heute war mein letzter Arbeitstag als Pfarrhaushälterin. Eine Etappe neigt sich dem Ende zu. Mein Studium ist fast fertig, es fehlt nur noch die Masterarbeit. Zwei Jahre lang war ich nun Pfarrhaushälterin, ein Job, von dem ich sicher nie geträumt habe, der mir aber doch auch ans Herz gewachsen ist. (In meiner Kindheit hatte ich einen richtig guten Freund, dessen Mutter mal halb im Scherz meinte, er solle Priester und ich seine Haushälterin werden. Der Gedanke hat mich seinerzeit schier entsetzt. Der Freund ist inzwischen verheiratet und Relilehrer.) 

Als vor über zwei Jahren die Frage anstand, welcher Job geeignet ist, mir ein Studium in einer weiter entfernten Stadt zu ermöglichen und sich diese Möglichkeit auftat, war ich mir zusammen mit der für unser Noviziatsjahr verantwortlichen Schwester darüber einig, dass das nicht mein größtes Charisma ist. Dennoch habe ich es angenommen und viel gutes dabei entdecken und lernen können. Und damit meine ich nicht nur die praktischen Fertigkeiten. Es war für mich eine sehr wertvolle Schule der Einfachheit. Nicht im Mittelpunkt  stehen, keine große Verantwortung haben, im Hintergrund die immer gleichen Aufgaben mit Sorgfalt erfüllen. Zuhören, schweigen, beten, manchmal auch raten. Es war nicht immer einfach, aber es war zweifelsohne gesegnet. Und ich bin wirklich dankbar dafür.

Ab September fängt ein völlig neuer Aufgabenbereich an. Und nun stehe ich vor einem Dilemma: Kann der Blogname bleiben? Genügt es, im Untertitel ein "a.D." hinzuzufügen oder soll ich irgendwie versuchen, eine Brücke zur neuen Aufgabe (Eventmanagement) zu schlagen? Oder den Untertitel einfach komplett weglassen? Ich bin für Anregungen offen.

Donnerstag, 9. August 2012

EYF musikalisch

Was dem Cicero von katholon sein Libori ist, ist mir das European Youth Forum Altötting, das gestern zuende gegangen ist. Einer der Teilnehmer hat einen kleinen Zusammenschnitt musikalischer Art gemacht. Und daran möchte ich euch teilhaben lassen. Beim Kommunionlied (ab 1:12) bin ich schier dahin geschmolzen, denn dieses Lied hab ich seit vier Jahren nicht mehr live gehört und es bedeutet mir sehr viel.


Mittwoch, 8. August 2012

Robusta-Wahl

Genau! Und weil viele Blogoezesanen viele Blogs geprüft und nominiert haben, weil der Herr Alipius viel Zeit investiert hat, um alles technisch möglich zu machen, weil ganz viele ganz tolle Blogs nominiert wurden ... und weil ich unbedingt einen Preis als Mauerblümchen gewinnen möchte ;-), bitte ich alle zur Robusta-Abstimmung.

Und dann noch ein paar Zeugnisse

Dann hör' ich auch schon auf.


Keep ...

... the faith





oder doch




... the face?



(Dazu das verlinkte Video, ganz am Ende)


Video Tagebücher

... vom gerade zu Ende gegangenen European Youth Forum in Altötting gibt es auf Youtube zu sehen.

Ich verlink hier mal das 1. Video.


Dieses natürlich nur, weil ich da von sek 32 bis 50 eine Hintergrundrolle spiele.