Mittwoch, 31. Oktober 2012

Allerheiligen

Masterarbeitsbedingt ist es bei mir grad dünn mit den inhaltlichen Postings. 
Daher heut nur eine etwas andere Allerheiligenlitanei.


Freitag, 19. Oktober 2012

vocation

Mit einer Entschuldigung für alle, die kein Französisch können, aber das ist einfach zu nett. Alles, was man über den Ruf Gottes (zum Priestertum) wissen sollte - bzw. alles über die unterschiedlichen Antworten darauf.


Montag, 8. Oktober 2012

Der Glaube der Blogger

Unter der Domain http://www.das-ja-des-glaubens.de/ startet ein interessantes Projekt der katholischen Blogger zum Jahr des Glaubens. Anhand des Credo, des katholischen Glaubensbekenntnisses, wurden die kommenden 13 Monate thematisch einzelnen Grundaussagen des katholischen Glaubens zugeteilt. Alle Blogger katholischer Blogs sind eingeladen, dazu Beiträge zu formulieren und zu posten. Da die Bandbreite der möglichen Autoren sehr breit ist, darf man gespannt sein, was daraus entsteht. Der Untertitel "Bloggerbekenntnisse" zumindest gefällt mir schon mal ausgesprochen gut.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Im Übrigen

hab ich in den letzten Tagen mein Zimmer entschlackt - d.h. nicht nur aufgeräumt, sondern wirklich für weniger "Krimskrams", sogar für weniger Bilder gesorgt - insbesondere rund um den Schreibtisch. Grund dafür: die Masterarbeit, die zu schreiben ist. Der Schreibtisch ist fast ganz leer (selbst die Stiftebox und der Briefständer sind verbannt), an die Stelle zweier Ikonen und zweier Spruchkarten über dem Schreibtisch ist ein schlichtes Kreuz getreten. 

Und im Blog wird es in den nächsten Monaten eher ruhig zugehen.

Gottesfurcht

Der Begriff weckt in mir durchaus ungute Erinnerungen. Nicht, weil ich in meiner Kindheit und Jugend mit einem düsteren Gottesbild konfrontiert worden wäre. Schlicht und ergreifend, weil das (vor zehn Jahren) die erste Frage in meiner Exegese-Prüfung war. Und die kam für mich so zusammenhanglos zu den vorbereiteten Themen daher, dass ich ziemlich geschwommen bin und die Antwort letztlich verweigert habe ...

Aber das soll nun nicht Inhalt dieses Posts sein. Heute hab ich einen wenigstens halben Wüstentag gemacht - Zeit der Stille, Zeit zur geistlichen Lesung, zum Gebet. Dabei stieß ich in Karl Wallners "Wie ist Gott?" auf die Einladung: "Denken wir einmal nach, wie es mit der Gottesfurcht bei uns steht."


Ich glaub, dem Begriff hab ich mich erst mehr annähern können, als ich vor einigen Monaten auf Wüstenexerzitien war. Da waren die äußeren Umstände nämlich zeitweise nicht so angenehm. Irgendwie ist da Gott aus der Kuschelecke, in der ich ihm wohl unbewusst ein schönes Plätzchen zugewiesen hatte, heraus gekommen. Ich hab in diesen Tagen ziemlich "Klartext" gebetet. Ich hab mich beklagt, ich war wütend, ich hab ihn aufgefordert, was zu tun. (Und ER hat dann auch was getan.) Dort habe ich Gott - im besten Sinne - fürchten gelernt. Und doch ist in keinem Augenblick das Grundvertrauen verloren gegangen.

Ich fühlte ich mich Gott gegenüber – schon rein physisch – ausgeliefert und ohnmächtig. Ich spürte überdeutlich dass Er die Macht hat über die Umstände und dass Er uns nicht immer nur in Zuckerwatte packt. Aber es war nicht beunruhigend. Denn mir wurde klar, dass diese äußeren Umstände nur offenbaren, wie es um uns Menschen steht: Wir sind gegenüber Gott ausgeliefert und ohnmächtig. Doch oft kann ich mich über diese Tatsache hinwegtäuschen, weil ich mich auf meine Kräfte und mein Können, auf Hilfsmittel usw. stützen kann. Diese Tage in der Wüste haben mir diese Realität des Menschseins wieder neu bewusst gemacht.

Einige Wochen vor den Exerzitien hatte ich bei meinem ersten Engagement im Geweihten Leben gesagt: „Als Antwort auf den Ruf des Herrn liefere ich, ..., mich Christus und seiner barmherzigen Liebe aus. ...“ Da hab ich es ausdrücklich gesagt, dass ich mich ihm ausliefere, wortwörtlich. Und das konnte ich, weil ich wusste, dass ein Sich-Ausliefern Gott gegenüber kein unkalkulierbares Risiko ist, sondern dass ich ihm vertrauen kann, dass ich ihm mein Leben anvertrauen kann. Gott ist die Liebe. Ihr liefern wir uns aus. Selbst wenn sich diese Liebe manchmal in einer Weise zeigt, die herausfordernd ist. Aber Gott ausgeliefert zu sein, ihm gegenüber ohnmächtig zu sein, das ist nicht beängstigend. Es ist eine Realität. Und von Zeit zu Zeit ist es heilsam, das zu erfahren – ob nun in der Wüste oder in meinem ganz normalen Alltag. Ausgeliefert und in Gott geborgen, das ergänzt sich und erschließt einander. Und ich glaub, diese Einheit von beidem, das ist die Gottesfurcht.


Wer eine solch (absolut bereichernde und geniale) Erfahrung selbst machen will, der kann sich das mal anschauen. Und ich möchte gleich hinzufügen: Die extremen Erfahrungen der diesjährigen Tour waren absolut außerplanmäßig. Dreimal war ich schon in der Wüste. Und ich würde sofort wieder meinen Rucksack packen, wenn es mir möglich wäre.

Freitag, 5. Oktober 2012

Sich aufwärmen

... für das Jahr des Glaubens kann man verschiedentlich.
  • Die Diözese Passau schlägt eine Novene vor. (Beginn war am 2. Oktober.) Sie eignet sich gut für das Gebet in Gemeinschaft, braucht aber ein gewisses Zeitbudget. Als Privatbeter kann man aber immer noch einige Elemente herausziehen und sich so an dem Gebet beteiligen.
  • Unter dem Label www.glaubstdu?com laden verschiedene Diözesen v.a. Österreichs kreative Leute dazu ein, Kurzvideos (15 sek!) zum Thema zu entwickeln und zu veröffentlichen. Man darf gespannt sein.
  • Viele Diözesen haben eigene Webauftritte dazu: die Diözese Eichstätt, die mit einer eigenen Schulaktion dabei ist, München-Freising, Berlin, Augsburg, um nur einige zu nennen (die, die die Suchmaschine als erstes ausgespuckt hat.)
  • Das Bonifatiuswerk bring Wissenshefte heraus, die in allen Pfarreien Deutschlands ausgelegt werden können. In der Pressemitteilung heißt es dazu: "Konzentriert auf 24 Seiten informieren die Hefte „Kirche im Kleinen“ Kirchenbesucher über die elementaren Grundlagen und Kurzformeln des katholischen Glaubens, über Rituale, Sakramente, Gebete, kirchliche Feiertage und vieles mehr."
  • Die Blogoezese brütet auch noch etwas aus. Dazu in einigen Tagen mehr.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Verbindungen

Als ich hier darüber nachdachte, wie ich meinen Blog nennen soll, wenn ich doch nun keine Pfarrhaushälterin mehr bin, merkte die Vorleserin an, dass es doch durchaus Verbindungen zur nun neuen Tätigkeit im Eventmanagement gebe. Nun arbeite ich seit zwei Wochen daselbst. Und meine ersten Aktivitäten scheinen ihr Recht zu geben. Denn ich bin grad dabei, das Haus, in dem ich arbeite, aufzuräumen. Da es ein großes Haus ist und im Lauf der Jahre wechselnde Mitarbeiter aus mehreren verschiedenen Arbeitsbereichen hier tätig waren, hat sich so einiges angesammelt, was entsorgt werden kann oder wenigstens zweckmäßiger geordnet und verstaut.
Als ich bei meinem Pfarrer aufhörte, meinte er nur: "Wenn du da anfängst, wirst du wohl erst mal aufräumen." Ich konnte es nicht glauben, denn das hieße wirklich, die Büchse der Pandorra zu öffnen. Jetzt hab ich sie geöffnet. Und auch wenn ich sicher nicht alles ordnen und systematisieren kann (weil schlicht und ergreifend die Zeit fehlt), so freu ich mich über jeden sichtbaren Fortschritt. Und dank eines fleißigen und handwerklich super begabten Helfers diese Woche, ist schon einiges sichtbar.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Friedensgruß

Heut war ich im Paradies. Oder zumindest an einem Ort, der danach benannt ist.
Während die Eindrücke sich noch setzen müssen, hier nur eine Begegnung, die meine Freundin und mich gleichermaßen beeindruckt hat: als zum Friedensgruß eine Schwester auf die Gästeempore ankam und jeden einzeln anstrahlte, fest in die Augen schaute und den Frieden Gottes wünschte. Man konnte sehen, dass diese Frau den Frieden Gottes gefunden hat. Und ich danke, dass sie kam, um etwas davon weiter zu geben.