Mittwoch, 13. Februar 2013

Kehren wir zum Gebet zurück

Es war nicht nur die Schockstarre, die trotz bewegender Ereignisse dazu geführt hat, dass ich nicht gebloggt habe. Es war tatsächlich so, dass ich gestern und vorgestern jeweils erst sehr spät am PC saß, mich gerade anschickte zu bloggen - und plötzlich war die Internetverbindung hinüber. 

Nun, zwei Tage nach der Ankündigung des Abtretens Benedikts XVI. sind Schock und Trauer noch nicht überwunden - auch wenn das "Tagesgeschäft" weiterläuft.

Ich hab mich gefragt, ob es was zu sagen hat, dass der Papst diesen Schritt am Welttag der Kranken bekannt gemacht hat, der ja in diesem Jahr in Altötting begangen wurde, einem Ort also, der ihm immer sehr viel bedeutet hat und nach wie vor bedeutet. 

Aber ich bin selbst der vielen Spekulationen und Kommentare müde, so dass ich sie nicht weiter nähren möchte. Ich möchte nur mich - und vielleicht auch andere - mit den Worten des Papstes, die er heute zum Ende seiner letzten öffentlichen Messe sagte, als der Beifall nicht enden wollte, er aber in der Messe fortfahren wollte, wieder "einsammeln": 

"Kehren wir zum Gebet zurück."

Darauf kommt es an. Aus Trauer und Schock, Diskussion und Spekulation, Sprachlosigkeit und Sorge, Dankbarkeit und Fragen ... kehren wir zum Gebet zurück.

Sonntag, 10. Februar 2013

Mainstream-Mathematik

Gerade läuft auf der ARD Teil 2 der "Kirche-ist-doof-Serie" mit Günther Jauch. Auf der Homepage konnte man zur Leitfrage (Hat sich die Kirche von den Menschen entfernt?) der Sendung abstimmen. Gestern Abend sah es da so aus, wie im Bild dargestellt. Ich habs mal festgehalten, weil ich es interessant fand, dass da so einfach mal dahin gestellt wurde, dass die meisten der Meinung sind, die Kirche sei lebenfremd, wohingegen das Abstimmungsergebnis eindeutig eine andere Aussage zu Tage fördert. Dem Abnehmen der kirchenfreundlichen Stimmen um ca. 10 Prozentpunkte konnte man heute in den Nachmittag/Abendstunden nahezu minütlich zuschauen - fast, als würde ein Countdown runtergezählt. Das sah mir schon sehr gewollt, wenn nicht gar manipuliert aus. Dennoch straft auch der gegenwärtige Stand die Teaser-Sätze der Sendung Lügen.
Ergo: Mathe 6, setzen.

Dienstag, 5. Februar 2013

Blogger-Umfrage zur Gretchenfrage

Was glauben die, die da so rumbloggen eigentlich? Das ist der Inhalt einer klitzekleinen Umfrage, an der mitzumachen ich alle Blogger (kath. oder nicht) ermutigen möchte:

Link

Sonntag, 3. Februar 2013

Ein Zeugnis aus dem Orient

Vor einigen Wochen empfahl mir jemand das Buch „Le prix à payer“, zu deutsch „Das Todesurteil“. Es erzählt die Geschichte eines jungen Irakers, der während seines Militärdienstes Christus kennenlernt und dann getrieben ist von der Sehnsucht, selber Christ zu werden. Am Beginn dieses Weges ist ihm nicht im Geringsten bewusst, dass eine Konversion zum Christentum einem Todesurteil gleich kommt. Hin- und hergerissen zwischen der Verwurzelung in seiner Familie, seiner inneren Sehnsucht und den jahrelang (!) verschlossenen Türen der christlichen Gemeinden Bagdads verliert er doch niemals das innere Wissen, auf dem richtigen Weg zu sein. Gefängnisaufenthalt und Folter, Flucht aus dem eigenen Land, Verfolgung und Mordanschlag durch die eigene Familie … nichts kann ihn bremsen. Es dauert 13 – in Worten dreizehn – Jahre, bis er die Taufe empfängt und in der Kommunion das „Brot des Lebens“ empfängt, das ihm einst in einem Traum als sein Weg offenbart worden ist. 

Doch nicht, um seine Geschichte zu erzählen, schreib ich das hier auf. Mich beeindruckt diese Ausdauer – v.a. angesichts der abweisenden Haltung der ersten Christen, denen er sich annäherte. Er wusste nicht, was auf ihn zukommen würde, als er diesen Weg einschlug. Aber er wusste auch, dass er den Weg nicht verlassen konnte, ohne Gott zu verraten. Diese Glaubenskraft, diese Sehnsucht, ist ein unglaublich starkes Zeugnis. 

Beten wir für die Freiheit des Glaubens in allen Ländern und Gesellschaften.