Sonntag, 23. Juni 2013

Altarweihe

Altäre werden nicht alle Tage geweiht. Vor zwei Tagen durfte ich bei einem solchen historischen Moment dabei sein. Nicht nur der Altar wurde geweiht, auch der Ambo wurde mittels einer eigenen kleinen Zeremonie seiner Bestimmung übergeben (was ich überhaupt zum ersten Mal erlebt habe.)
Und ich muss schon sagen: Es ist einfach klasse, katholisch zu sein. Soviel starke Zeichen wie in einer solchen Liturgie, sind einfach nur beeindruckend. Aber sie geschehen ja nicht, um zu beeindrucken, sondern um eine Realität bewusst zu machen: dass Gott da ist, dass Er selbst diesen Altar in Besitz nimmt, den Tabernakel bewohnt, dass Sein Wort verkündet wird. Das Miterleben und Mitfeiern einer solchen Liturgie ist ein Geschenk, das mir die Schönheit unseres Glaubens vor Augen führt und meine Beziehung zu Gott erneuert.



Das fing schon damit an, dass vor der Weihe die Allerheiligenlitanei gesungen wurde. In dem Moment wurde mir bewusst, dass das ja auch bei den Messen der Fall ist, in denen Priester geweiht werden oder Schwestern ihre ewigen Gelübde eingehen ... oder jemand getauft wird. Und ich dacht mir nur so: "Schon stark. Das Verbindende zwischen all diesen liturgischen Feiern ist, dass dabei jemand bzw. etwas Gott übergeben und anvertraut wird." Und was bei dem Altar sehr stark mit allen Sinnen sichtbar wurde - durch die Besprenung mit Weihwasser, die Salbung mit Chrisam und das Verbrennen von Weihrauch - das betrifft in nicht minderem Maße auch mich selbst.

Freitag, 7. Juni 2013

11 Jahre weggeschwemmt

So kommt es mir vor. Vor 11 Jahren erlebte ich das Hochwasser in Sachsen live und in Farbe mit. Ich war mittendrin und durch die Arbeit auch noch Monate später immer wieder im Katastrophengebiet unterwegs, habe Projekte des Aufbaus dokumentiert und zahllose Gespräche geführt.

Das Jahr 2002 war für mich sehr voll. Studienabschluss, Berufseinstieg, die erste Liebe, der Ruf Gottes zum geweihten Leben ... und dann die Flut. Während alle anderen (durchaus prägenden und wichtigen Meilensteine) weit weg erscheinen (auch weil mir bewusst ist, wie viel seither geschehen ist), wecken die Bilder vom derzeitigen Hochwasser in mir Erinnerungen und Empfindungen, dich mich ganz unversehens 11 Jahre zurückbeamen. Als hätte es keine 11 Jahre gegeben. Als hätte ich heute morgen erst mein Auto aus dem Wasser gefahren, den Keller geräumt, fassungslos zugeschaut, wie das Viertel meiner Eltern, mein ganzer Heimatort und meine Arbeitsstelle nicht wiederzuerkennen sind, angesichts eines Kühlschrankes, der auf der Brücke liegt kapiert, wie stark die Verwüstung oberhalb sein muss, dumpf abgewartet, dass der Pegel wieder sinkt, Gummistiefel gekauft, bei Flutopfern ausgemistet, andere Flutopfer besucht, Kärcher und Hochdruckreiniger überreicht, Fotos gemacht ...

Schon erstaunlich, was für Schnippchen einem das eigene Gedächtnis schlägt, wenn bestimmte Bilder nahezu reflexhaft Erinnungen und Gedanken freispülen.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Juliana und das Brot des Lebens

Das ist der Titel eines katechetischen Projekts, das Kindern einen schönen Zugang zum Geheimnis der Eucharistie verschaffen will. Die "kleine Juliana" (Juliane von Lüttich, der wir das Fronleichnamsfest zu verdanken haben,) erzählt per Buch oder auch per Internet ihre Lebensgeschichte und ihre besondere Beziehung zum eucharistischen Herrn. Dazu gibt es auf der Internetseite sehr ansprechend gestaltetes weiteres Material. Auch auf Facebook berichtet Juliana von ihren Abenteuern.
Sie hält sich übrigens gerade in Köln auf, wo ihr Buch heute morgen präsentiert wurde.



Fazit: unbedingt reinschauen!

By the way: Dass ich selbst grad in Belgien war und dort anlässlich des Fronleichnamfestes einiges von ihr gehört habe und ich den Autor kenne, erhöht natürlich die Sympathiepunkte meinerseits.