Samstag, 26. Juli 2014

Brüder und Schwestern

Als ich vor ziemlich genau einer Woche mehr oder weniger zufällig von der Vertreibung der Christen aus Mossul erfuhr, hatte ich vor allem zwei Gedanken in mir: 
Dieser arabische Buchstabe,
mit dem die Häuser der Christen in
Mossul markiert wurden, ziert zur
Zeit auch mein Facebook-Profil.
Der Gedanke dazu kam mir bereits,
bevor es sich dort verbreitete.
Doch ich war wohl nicht schnell
genug mit der Umsetzung.
Dann hab ich erstmal ein bisschen
gebraucht, bis ich mitgemacht habe.
Bin halt einfach ein Trend-Muffel.
Aber einer, der auch mal über
seinen Schatten springen kann.
  1. Warum ist das kein Thema in der weltlichen Presse? Ok, Gaza und MH 17 und Lahms Rücktritt und Jogis Weitermachen waren alles auch interessante Themen. Aber angesichts des nahezu kompletten Verschweigens dieser Riesentragödie war ich einfach nur wütend. Mit einiger Verspätung zogen die weltlichen Medien dann nach, aber es bleibt für mich äußerst fraglich, ob der Anteil dieser „Story“ an den Nachrichten der Tragweite gerecht wird.
    Haken wir es mal einfach ab unter: Warum wundert mich das nicht mehr?

  2. Wie nie zuvor ist mir bewusst geworden, dass diese Christen meine Brüder und Schwestern sind. Wenn ich an sie denke, dann klingt es in mir immer „geliebte Brüder, geliebte Schwestern“. Die Aussage in 1 Kor 12,26 „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“, die ist absolut richtig. Ich kann nicht bei euch sein, geliebte Brüder und Schwestern. Aber es ist mir überhaupt nicht egal, wie es euch geht.
    Ich gebe zu, dass ich gerade bei meinem letzten Israel-Besuch das Verhalten meiner orthodoxen Mitchristen mitunter etwas befremdlich fand. Aber diese Situation macht mir die Kleinlichkeit meiner Empfindungen bewusst und führt mich zum Wesentlichen. Die, die da leiden, gehören zu meiner Familie. Und das, was ihnen widerfährt, tut mir weh.

nach langer Pause

Die letzten Wochen waren einfach unglaublich dicht für mich. Und ich merke mehr und mehr, dass das Blog eben nichts ist, was ich so nebenbei leisten kann.

Und kaum hab ich wieder etwas Luft, überschlagen sich die Ereignisse bzw. Themen.

Die Situation der Christen im Nordirak beschäftigt mich.
Aber auch das Erleben des ersten Nightfevers in der Dresdner Hofkirche.
Dann hätt ich das eine oder andere Video zu verlinken.
Oder eine Fundgrube von geistlichen Impulsen.
Und noch so'n paar Dinge würd ich gern posten.

Aber nicht alles auf einmal. Sonst liest es ja keiner. Und so richtig viel Zeit hab ich jetzt auch nicht. Könnte also sein, dass, bevor ich diese Liste abgearbeitet hab, schon wieder neue Themen anstehen.