Sonntag, 28. September 2014

2 Söhne

Das Evangelium des heutigen Sonntags handelt von zwei Söhnen. Der eine sagt "Ja", tut aber nichts, der andere "Nein", überdenkt es nochmal und handelt ... Bei der Predigt heute bin ich mit den Gedanken etwas abgeschweift ... und fing an mich zu fragen, ob nicht in dem Ja-Sagen und Nichts-Tun des als nicht so brav hingestellten Knaben nicht doch etwas Gutes liegt. Also, wenn ich zumindest auf mein eigenes Leben schau, dann waren die Momente, in denen ich eine dem Herrn gegebene Zusage nicht mit Taten erfüllt habe, oft jene, an denen eine viel tiefere Umkehr einsetzte und an denen ich schlussendlich den Vater viel besser kennen gelernt habe. Ich will das Verhalten des Ja-Sagers jetzt nicht glorifizieren. Ich denk mir nur, dass die Geschichte ja nicht dort enden muss.

Ganz genau

Die deutsche Sprache aus Sicht der Ausländer ...

Hier in 18 Beispielen auf den Punkt gebracht: klick

My favorite: Nr. 17, im Paragraphen:
Turnbeutelvergesser = someone who used to forget their gym bag in cardio class. 
Gibt's irgendeine andere Sprache, die diesen Fakt in einem einzigen Wort erfassen kann?

Samstag, 27. September 2014

richtig - unrichtig - gottgeweiht?

Neulich im Urlaub übernachtete ich ein paar Tage im Gästehaus eines Klausur-Frauen-Klosters. Bei Tisch kam ich mit anderen Gästen ins Gespräch. So langsam dämmerte es meiner Gesprächspartnerin, dass ich ja - im weitesten Sinne - etwas ähnliches lebe wie die Klosterschwestern vor Ort. Und dann kam sie, die Frage, die mir nicht zum ersten Mal begegnete, aber bislang noch nie so offen formuliert war: "Willst du denn nicht mal in ein richtiges Kloster eintreten?" Ich war in dem Augenblick ein bisschen perplex. Dass ich in der Welt gottgeweiht lebe, ist für mich schon so normal, dass mir das Exotische an meinem Lebensstand kaum noch auffällt. Meine ganz spontane Reaktion war "Ich lebe so, weil Gott mir diese Berufung geschenkt hat. Die, die in Klausur leben, haben eine andere Berufung." So weit so gut. Meine Gesprächspartnerin akzeptierte diese Antwort.
Doch wie ist das nun? Hab ich nicht selbst mal ganz am Anfang so gedacht, dass das gottgeweihte Leben innerhalb einer Neuen geistlichen Laiengemeinschaft "nichts halbes und nichts ganzes" ist? Hatte ich nicht selbst am Anfang den Eindruck, dass nur hinter Klostermauern die Lebensform des gottgeweihten Zölibats zu ihrer vollen Radikalität kommt? Dass für mich nur der Habit und damit die unzweideutige Erkennbarkeit in Frage kommt? 
Aber es kam anders. Gott zeigte mir sehr schnell, dass die Welt mein Kloster ist. Und je weiter ich mich auf diesem Weg vorwagte, desto mehr erkannte ich, dass ich eine "versteckte Radikalität" lebe. Denn auf den ersten Blick sieht niemand, was mich von einem Single in einer WG unterscheidet. Zwar haben wir schon eine bestimmte Kleidung (blauer Rock und weißes Oberteil mit Holzkreuz), aber eben keine Ordenstracht. Wir wollen nicht vortäuschen, was nicht ist, denn wir sind eben keine Ordensleute, auch keine Schwestern, auch wenn man das oft von uns sagt. 
Mithin kommt es darauf an, wie sehr ich meine Berufung mit Leben fülle. Ich weiß nicht, wie es hinter Klostermauern ist, daher mag ich es nicht zu sehr vergleichen. Aber mit einem normalen Berufsleben in einer normalen Stadt in einer normalen Pfarrei werden Fragen wie das Gebetsleben bzw. das geistliche Leben überhaupt sehr schnell sehr spannend. Jeden Tag ist es meine Entscheidung, wie ich mein geistliches Leben und das mit meinen Mitmenschen gestalte. Da gibt es keine vorgegebene Struktur, die mich trägt ... es erfordert im Gegenteil sehr viel Eigeninitiative und eine ständige Wachsamkeit, dass ich micht nicht zu sehr "einrichte". Die gemeinsamen Gebetszeiten im Haus erfordern gute Organisation und viel Aufeinander-Zugehen. Als jemand, der mit einer Lehrerin (Sehr-Früh-Aufsteherin) und einer Erzieherin (Sehr-spät-nach-Haus-Kommerin) unter einem Dach lebt, weiß ich, wovon ich rede. Kompromisse bleiben nicht aus ... und damit die Frage, ob ich so lebe, wie es meiner Berufung entspricht. Ich weiß es nicht, ich hoffe es, zumal ich immer wieder spüre, dass es ohne die Gnade Gottes gar nicht ginge. 
Ich weiß nur eins: Ich lebe die Hingabe da, wo Gott mich hingerufen hat. Da bin ich richtig.

Samstag, 13. September 2014

Zu Hülf!

Warum eigentlich ist die Robusta-Nominierungsphase genau dann, wenn ich erst zwei Wochen weg vom Internet bin und dann auch noch gleich eine Menge aufarbeiten sollte und außerdem mit dem neuen Saisonstart ins Gemeinschaftsleben viele Dinge zu tun sind??? Wie soll ich denn da Zeit finden dafür?

Also, liebe Leute. Der Aufschrei nur als Begründung dafür, dass ich mich kaum dazu geäußert habe, niemanden nominiert habe und auch null Aktualisierungen bei mir selber vorgenommen habe, um meinen eigenen Blog attraktiver zu machen. Es gibt einfach Zeiten, in denen ich meine Prioritäten anders setzen muss. Ich find's trotzdem toll und verfolge gespannt die Lage.